Geht nicht, gibt´s nicht!

„Agiles“ Projektmanagement

Ein Neukunde der Öl- und Gasindustrie vergab einen dringenden Auftrag an einen Anlagenhersteller unter der Prämisse, den äußerst knappen Liefertermin unbedingt einzuhalten. Beim Branchenprimus hatte der Kunde bereits zweimal schlechte Erfahrungen zur Liefertreue gemacht. Beim Hersteller glaubte intern jedoch fast keiner daran, den zugesagten Liefertermin einhalten zu können.

Zu groß und unüberwindbar schienen die Hürden: begleitende Produktneuentwicklung innerhalb der Hälfte der üblichen Zeit, Beschaffung von  speziell konfiguriertem Equipment aus dem Ausland trotz des bevorstehenden Sommerurlaubs in der halben Lieferzeit.

Überzeugt von der Machbarkeit und willens zum Erfolg griff der Projektverantwortliche unter Anleitung durch einen Berater auf eine bekannte, aber ungewöhnliche Art der Projektabwicklung zurück: dynamisches Projektmanagement.

Tägliche Meetings, Anpassung der neuen Tagesziele an die Ergebnisse des Vortages, prädiktive Produktentwicklung anhand relevanter Parameter anstatt empirischer Parameterfindung, interdisziplinäres Team mit hohem Grad an abteilungsübergreifender Selbstorganisation, dynamische Lieferantenbeteiligung.

Der ähnliche und doch andersartige Ansatz als das agile „Scrum“ brachte den Erfolg. Das Projekt wurde auf den Tag genau fertig und blieb innerhalb des Kostenrahmens. Der Projektverantwortliche konnte einen sensationellen finanziellen Erfolg des Projektes ausweisen.

Nach Abschluss des Projektes wurden die weiteren Projekte wieder in herkömmlicher Teamarbeit abgewickelt, da dies für den Unternehmensablauf besser geeignet war.

Die richtigen Methoden zur richtigen Zeit.